Business Development Management

Business Development im IT-Channel ist heute weit mehr als klassische Herstellerbetreuung. Oliver Gorges, Head of Business Development bei Littlebit Deutschland, spricht über die wichtigsten Fähigkeiten moderner Business Development Manager, aktuelle Herausforderungen wie die Speicherkrise und warum Diversität ein echter Erfolgsfaktor ist.

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    Timo ist unser Spezialist und Experte in Sachen Gaming und Gamification
    Timo ist unser Spezialist und Experte in Sachen Gaming und Gamification. Sein erster Computer war ein "Brotkasten", auch bekannt als Commodore 64. Das war 1985. Seither ist Timo dem Zocken verfallen. Neben Action- und Rollenspielen haben es ihm vor allem Rennsimulationen angetan. Für alles braucht es gute Hardware und Peripherie. Seine Steckenpferde sind Mäuse, Tastaturen und Headsets. Timo liebt es, über Grafikkarten und Setups zu philosophieren oder Spiele zu modden, um das Letzte aus der Hardware herauszuholen.

Oliver, seit rund zehn Monaten bist du Head of Business Development bei Littlebit Deutschland. Wie fällt dein Reality Check aus?

Oliver Gorges: Mein Reality Check fällt durchweg positiv aus. Ich bin nach wie vor sehr überzeugt von meiner Entscheidung für Littlebit. Besonders beeindruckt hat mich, wie offen und unterstützend ich im Team aufgenommen wurde, standortübergreifend und über alle Abteilungen hinweg.

Die Expertise im Unternehmen ist enorm, und ich lerne täglich dazu. Gleichzeitig kann ich eigene Ideen einbringen und aktiv zur Weiterentwicklung beitragen. Auch die Zusammenarbeit mit unseren Herstellern und Kunden ist geprägt von einem konstruktiven Austausch auf Augenhöhe. Genau diese Kombination macht für mich den Unterschied und bestätigt meinen bisherigen Eindruck.

Welche Fähigkeiten braucht ein erfolgreicher Business Development Manager im IT-Channel?

Oliver Gorges: Ein guter Business Development Manager vereint viele Rollen in einer Person. Neben einer fundierten Marktkenntnis braucht es strategisches Denken, Kommunikationsstärke und die Fähigkeit, unterschiedliche Interessen zusammenzubringen.

Ein BDM ist gleichzeitig Stratege, Diplomat, Analyst, Kommunikator und Umsetzer. Entscheidend ist, Wissen nicht nur aufzubauen, sondern auch gezielt einzusetzen und weiterzugeben – sowohl intern als auch gegenüber Herstellern und Kunden.

Am Ende geht es darum, nachhaltigen Mehrwert zu schaffen: für die betreuten Brands, für den Distributor und für den gesamten Channel.

Hast du ein persönliches Motto?

Oliver Gorges: „Do your job.“ – ein Zitat von Bill Belichick, ehemaliger Coach der New England Patriots. Für mich bringt das die Haltung auf den Punkt: Verantwortung übernehmen, fokussiert arbeiten und Ergebnisse liefern.

Was sind aktuell die grössten Herausforderungen im IT-Channel und wie geht Littlebit damit um?

Oliver Gorges: Die aktuelle Marktsituation ist von Unsicherheit geprägt. Geopolitische Entwicklungen, schwankende Nachfrage und Themen wie die Speicherkrise beeinflussen den Markt deutlich. Diese Entwicklungen wurden auch in der Fachpresse und in unserem Blog bereits beleuchtet.

Für uns als Distributor bedeutet das vor allem, Stabilität und Verlässlichkeit zu bieten. Unsere Partner müssen sich darauf verlassen können, dass wir auch in herausfordernden Phasen handlungsfähig bleiben.

Gleichzeitig ist es wichtig, flexibel zu agieren und schnell auf Veränderungen zu reagieren, sei es bei Verfügbarkeiten, Preisen oder neuen Marktanforderungen. Entscheidend ist dabei die enge Abstimmung mit Herstellern und Kunden. Transparenz und Vertrauen sind die Basis, um auch komplexe Situationen gemeinsam zu lösen.

Wo siehst du aktuell die grössten Chancen für Wachstum?

Oliver Gorges: Wachstum entsteht für uns auf mehreren Ebenen. Zum einen geht es darum, bestehende Kundenbeziehungen weiter auszubauen, sowohl in der Tiefe als auch in der Breite.

Zum anderen beobachten wir kontinuierlich den Markt, um frühzeitig Trends und neue Technologien zu erkennen. Neue Hersteller und innovative Lösungen sind ein wichtiger Bestandteil unserer Strategie.

Ich bin überzeugt, dass wir unser Portfolio in naher Zukunft gezielt erweitern werden. Dabei geht es nicht nur um zusätzliche Business-Potenziale, sondern auch um Partnerschaften, die kulturell zu uns passen und langfristig Mehrwert schaffen.

Wenn du einen Wunsch für den IT-Channel frei hättest – was würdest du verändern?

Oliver Gorges: Frei nach den Spice Girls: Mehr „Girl Power“. Ich würde mir wünschen, dass der IT-Channel noch diverser wird. In den letzten Jahren hat sich bereits viel positiv entwickelt, aber es gibt weiterhin Potenzial, insbesondere im Hinblick auf den Anteil von Frauen in der Branche.

Mehr Vielfalt bedeutet mehr Perspektiven, bessere Entscheidungen und letztlich auch mehr Innovationskraft. Ein divers aufgestellter Channel ist aus meiner Sicht ein klarer Wettbewerbsvorteil.